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Die
Gemeinschaft der Vinzenz-Konferenzen Deutschlands (VKD) mit Sitz im
Friedrich-Ozanam-Haus in Köln ist ein 1845 gegründeter, kirchlich und
staatlich anerkannter Verband ehrenamtlich tätiger Laien. Sie ist Teil
der Föderation der Gemeinschaften des Hl. Vinzenz von Paul, eines
weltweiten Laienverbandes (NGO) mit über einer halben Million
Mitgliedern in 134 Ländern. Als Fachverband im Deutschen Caritasverband
gehört die VKD zu den Verbänden der katholischen Kirche in Deutschland,
in deren Bereich sie in 15 Diözesen mit rund 5.000 Mitgliedern und
Helfern in zirka 300 Konferenzen und Helfergruppen vertreten ist. Die
deutsche Vinzenz-Gemeinschaft richtet ihre Arbeit nach einer
international verbindlichen Satzung aus, deren struktureller Teil
national verfasst ist. Die Konferenzen bilden auf lokaler
Ebene Orts- oder Regionalräte und sind in Diözesanräten
zusammengeschlossen, deren Vorsitzende und Delegierte den Hauptrat
bilden. Dieser wählt auf vier Jahre die Verbandsleitung, die dem
Präsidenten, dem neunköpfigen Präsidium und dem fünfzehnköpfigen
Arbeitsausschuss obliegt.
Die Mitglieder der Vinzenz-Konferenzen, überwiegend Männer, erfahren und
verwirklichen in der ehrenamtlichen sozialen Arbeit in wirkungsvoller
Weise das christliche Gebot der Nächstenliebe. Die aktive Mitgliedschaft
wird in der Regel durch Mitarbeit in der Konferenz erworben. Fördernde
Mitglieder unterstützen durch Spenden die laufende Arbeit sowie
Partnerschaftsprojekte der Vinzenz-Gemeinschaft. Für Gruppen und
Institutionen, die den Zielen der Vinzenz-Gemeinschaft nahe stehen,
besteht die Möglichkeit einer korporativen Mitgliedschaft. Die
Mitglieder der Vinzenz-Gemeinschaft sind zugleich Mitglieder des
Deutschen Caritasverbandes.
„Keine Form der Nächstenliebe ist den Vinzenz-Konferenzen fremd.“ Die
ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Vinzenz-Konferenzen
leisten durch ihren unmittelbaren persönlichen Einsatz und das Eintreten
für die Schwachen und Benachteiligten einen wirkungsvollen Beitrag zum
Erhalt der Menschlichkeit in unserer Gesellschaft. Gleichzeitig können
die Mitarbeiter der Vinzenz-Konferenzen Freude, innere Erfüllung und
Zufriedenheit erfahren. Sie arbeiten unter dem Motto "Freude schenken -
Freude erfahren".
Vinzenz-Leute helfen in ihrer nächsten Umgebung: zum Beispiel dem
Nachbarn, dem älteren Rollstuhlfahrer, der alleine keine Ausflüge mehr
unternehmen kann, oder der Frau im Altenheim, die keine Verwandte
mehr hat, zwar keine Not leidet, sich aber über einen Besuch oder ein
Gespräch freuen würde. Sie sorgen im Rahmen der „Tafeln“ oder auf andere
Weise für Obdachlose und arme Familien oder besuchen jugendliche
Strafgefangene.
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