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Achtsamkeit

Den Großteil dieses Betrags habe ich bereits Januar geschrieben. Und wie das mit der Achtsamkeit und dem Stress manchmal (oder so oft) nun mal so ist, schaffe ich es erst heute den Beitrag zu veröffentlichen. Da er bis auf den Bezug auf Weihnachten und die Neujahresvorsätze topaktuell ist, habe ich mich entschieden ihn genauso zu veröffentlichen. Auch um vielleicht nochmal an gefasste Vorsätze zu erinnern. Außerdem sind die Fotos von letzter Woche. Also los:

Ich halte wenig davon, sich für das neue Jahr etwas vorzunehmen. Wenn ich es das ganze Jahr über nicht schaffe etwas zu ändern, was mich stört, dann bin ich skeptisch, warum das im neuen Jahr klappen sollte. Dennoch ist die Weihnachtszeit und der anstehende Jahreswechsel ein guter Zeitpunkt, um einmal innezuhalten und das vergangene Jahr Revue passieren zu lassen – sofern dies im oft idealisierten ach so besinnlichen Weihnachten überhaupt möglich ist.

Das Jahresende war für mich sehr hektisch. Vielerlei von dem ich überzeugt bin, es zum Jahresende auf jeden Fall noch erledigen zu müssen, wobei es fraglich ist, ob dies über meinem eigenen Anspruch hinaus wirklich notwendig ist (ich glaube nicht). Viele kennen diese Hektik zum Jahresende und der Vorsatz vieler Menschen für das neue Jahr ist zurecht: 2019 soll weniger stressig werden. Das wünsche ich mir auch. Allerdings habe ich wirkliche Zweifel daran, wie sich so ein Vorsatz denn umsetzen lassen soll. Ich habe seit vielen Jahren Neurodermitis (eine Hautkrankheit) und ein zentraler Ratschlag aller Ärzte war immer: „Herr Jähne, versuchen Sie stress zu vermeiden“ – „Ja, Danke, guter Rat.“ Aber Mal ehrlich, wer ist denn schon auf der Suche nach Stress? Klar, kann ich mich auch selber stressen, aber viele Anforderungen des Alltags sind ja nur bedingt planbar und ich finde das ist ja eben genau das Stressige. Eben nicht zu wissen, wann was denn genau stressig wird. Bei mir hat das mit dem Stress vermeiden auf jeden Fall noch nie wirklich geklappt. Im Gespräch mit meiner Frau zum Jahresende, wie 2018 so war und wie 2019 werden soll, waren wir uns schnell einig, dass wir uns den meisten Stress nicht aussuchen, sondern mit ihm umgehen müssen. Ich habe mir für das Jahr 2019 deshalb spontan was Neues vorgenommen. Ich möchte gerne mehr lachen. Das Leben ist oft ernst und viele Themen, die auch meine Arbeit betreffen sind wichtig und müssen auch mit der notwendigen Ernsthaftigkeit weiterverfolgt werden, dennoch sehen wir (ich zumindest) viele Dinge mit einer zunehmenden Verbissenheit und legen vieles auf die Goldwaage, wo man sich vielleicht viel öfter auch mal ein Schmunzeln erlauben sollte. Ich habe diesen Beitrag Achtsamkeit genannt, weil ich damit gerade naja, nennen wir es „rumexperimentiere“ Neben (dem Versuch) gesunder Ernährung und genug Bewegung (ein Anspruch, der viel Stress erzeugen kann), möchte im mir im Alltag mehr Zeit für mich nehmen, um mal innezuhalten und mich dem Wahnsinn und der Geschwindigkeit des Alltags zu entziehen. Ich fange da klein an. 10 Minuten am Tag wären schon schön. Mal aufschreiben, was gerade so los ist, was mich gerade so beschäftigt (Ja, jetzt gerade ist so ein Moment und er dauert schon 14 Minuten bis hierher J ). Das Handy aus und die Tür zu machen. Hierfür habe ich mir zuletzt auch ein Meditationskissen gekauft. So saß ich gestern (und vorgestern) auf dem Boden vor meinem Computer und habe nach kurzer Youtube-Recherche ein Meditationseinführungsvideo gefunden, bei dem die Beteiligten nicht allzu wahnsinnig wirken. Erfreulicherweise gibt es doch einige.

So saß ich nun da im Schneidersitz auf dem Boden und folgte den Anweisungen. Ich ließ meinen Po schwer werden, streckte meinen Scheitel gen Himmel und versuchte den Punkt zwischen meinen Augen zu entspannen. Und Atmen, immer wieder Atmen. (also bewusst atmen). „Lass los“ riet mir die Stimme. „Atme alles Schwere aus und neue Energie ein“ Ich atmete, ich ließ los. Und nach etwa 10 Minuten dankte ich mir (wie es die Stimme riet) selbst für diese 10 Minuten, die ich mir heute geschenkt hatte. Ich musste lachen (passt ja auch gut zu meinem Vorsatz dieses Jahr) So saß ich da nun hatte 10 Minuten „meditiert“ und lachte.

Denn natürlich hatte die Stimme Recht. Die 10 Minuten waren für mich. Und ganz gleich, ob die Methode Meditation nun das Mitte der Wahl sein wird, so war ich doch erstaunt, wie leicht es war, einfach mal für ein paar Minuten meine ganze Aufmerksamkeit auf mich selbst zu lenken. Und ja, es hat sehr gut getan. Zum Lachen habe ich mir noch Achtsamkeit auf meine Liste 2019 geschrieben (ich mache mir ja keine Vorsätze).

 

 

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